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Technische Denkmäler

technische Sehenswürdigkeiten

Tabakfabrik

Die staatliche Tabakfabrik wurde in Bautsch im Jahre 1873 gegründet. Die Wiener Regierung kam so dem Ersuchen der Bautscher Funktionäre um die Unterstützung des Wirtschaftslebens in der Stadt entgegen. Die Fabrikgebäude wurden in den Jahren 1876-77 und 1904-1905 gebaut. Die Fabrik spezialisierte sich auf den Handbetrieb der Zigarren und jährlich produzierte sie ungefähr 23 Millionen Stück. Nach der Sudetenokkupation übernahm die Fabrik ein deutscher Unternehmer. Im Jahre 1944 wurde die Produktion eingestellt und Wehrmacht platzierte hier die Konstruktion der Geheimwaffen. Kurz vor der Befreiung wurde sämtlicher Maschinenpark nach Deutschland ausgelagert. Zur Zeit siedelt hier die Firma Linaset a.s.

Der Bach Lobník (Lobnig) und gleichnamiges Staubecken

Der Bach Lobnig entspringt unweit von der Haupteuropäischen Wasserscheide bei Rejchartice (Reigersdorf) 670 Meter über den See und die gesamte Länge ist 16,6 km. Die Flussgebietfläche ist zirka 50 km2. Der Bach fließt durch die Mischwälder und bildet natürlich die Mäander in rasiger Bachflur. Er mündet in gleichnamiges Ausgleichsbecken, das ein Teil der Talsperre Kružberk (Kreuzberg) ist. Das Erdschüttdamm, das 19,6 m hoch ist, dient zum Auffangen der Schwimmstoffe.

Aussichtstürme und Aussichtspunkte

Militärdenkmäler, Bunker

Areal der čs. Befestigungsanlage Hlučín-Darkovičky

Das Areal der tschechoslowakischen Befestigungsanlage Hlučín-Darkovičky (Hultschin-Klein Darkowitz) ist eine europaweit außerordentlich hoch bewertete Präsentation eines einzigartigen Fortifikationssystems unserer Republik. Es handelt sich um eine militärtechnische Exposition, bei der die Besucher einen wichtigen Bestandteil der Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kennenlernen können.

Das Areal der tschechoslowakischen Befestigungsanlage Hlučín-Darkovičky (Hultschin-Klein Darkowitz) ist seit 1992 Bestandteil des Schlesischen Landesmuseums. Es gebt dabei um eines von sechs Ausstellungsarealen; thematisch liegt es nah bei der Nationalen Gedenkstätte des II. Weltkriegs im nur unweit entfernt gelegenen Hrabyně (Hrabin).

Im Rahmen des Schlesischen Landesmuseums ist das Areal dadurch spezifisch, weil es sich vom Typ her um ein militärhistorisches Freilichtmuseum handelt; dennoch ist seine thematische Ausrichtung in dieser Kategorie relativ untraditionell. Es schließt eine Gruppe von Objekten in sich ein, die als Bestandteil der Verteidigungslinie der tschechoslowakischen Grenze entstanden sind. Bei uns gehört es zu den interessantesten, in Europa zu den am bestem erhaltenen Anlagen. Es besteht aus fünf Objekten verschiedener Art und Stufe der Widerstandskraft, die ein- und zweiseitig sind. Fachleuten wird durch dieses Areal die Möglichkeit geboten, neben dem Kriegsschauplatz auch einzelne Objekte vorzustellen, und zwar sowohl in dem Zustand und der Ausstattung aus dem Jahr 1938 als auch in dem Zustand, in dem sie den Krieg überstanden haben.

Das Areal ist ebenso ein gewisses Symbol von Schlüsselereignissen der tschechoslowakischen Geschichte – es ist eng mit dem Münchner Abkommen und dem Verlust der Sudetengebiete und damit auch einem der dramatischsten Momente der Geschichte Schlesiens verbunden.

Infanteriebastei „Křižovatka“

Ein Teil der Festung aus den 30er Jahren des 20. Jh.

Museum U Jaroše MO-S 21

Das Infanterienblockhaus MO-S 21 U Jaroše wurde 1936 aufgebaut, um das Industriegebiet Ostravas zusammen mit weiteren Objekten gegen die Feinde in der Zeit des Zweiten Weltkrieges zu schützen. Das Blockhaus im Bauunterabschnitt Hlučín war so aufgebaut, daß es theoretisch allen damals bekannten Waffen widerstehen konnte. Das Objekt wurde jedoch nach Münchner Abkommen durch deutsche Wehrmacht besetzt, bauweise fertiggemacht und gänzlich ausgestattet und ausgerüstet. Nach Beendung des Kriegs nahm das Interesse für diese Objekte ab und sie gerieten schrittweise in Verfall. 2005 vereinigte sich beim Blockhaus MO-S 21 eine Enthusiastengruppe, die sich zum Ziel setzte ein Festungsareal für Museal- und Militär-Kulturtätigkeit aus dem Blockhaus aufzubauen. Bis 2006 wurde das Objekt unter der Führung Josef Čurajs instandgesetzt und gereinigt. Man beschaffte und erzeugte die mangelnden Teile und Ausstattung. 2009 wurde die offizielle Bürgervereinigung KVH MO-S 21 – Genossenschaft „Landwehrwache“, o.s gegründet. Ziel des Klubs in die Zukunft besteht darin ein hochwertiges Museum für breite Öffentlichkeit und den Hintergrund für die Klubsmitglieder aufzubauen. Im Museum wird jedes Jahr für die Besucher viele interessanten Exponate und einmal jährlich eine Ganztagsveranstaltung genannt „Opevněná hranice“ vorbereitet.

Grabhügel, Gedenkstätten

Judendenkmäler

Ruinen, Festungen

Die Burgruine Vildštejn (Wildenstein)

Zum ersten Mal ist die Burg Wildenstein im Jahre 1316 erwähnt. Sie wurde von zwei unabhängigen Teilen gebildet und vom Burggraben, der mehr als 300m lang war, umbegen. Damals besaßen sie die Mitglieder des Olmützer Kapitels Ditrich und Heinrich aus Fulštějn (Füllstein). Sie wurde vermutlich Ende des 14. Jahrhunderts während der Kriegen unter den Markgrafen Jobst und Prokop zerstört und niedergebrannt. Im Gelände kann man die Mauerreste, Teile der Grundmauerwerke, einen Teil des ehemaligen Turmes, Wälle und weitläufigen Graben finden. Eine Sage erzählt, dass unter der Burg große Schätze liegen. Die Eingänge in den Untergrund öffnen sich am Karsamstag in der Zeit, wann in der Bautscherkirche die Glocken zum Gloria läuten. Der, dem man der Untergrund öffnet, kann so viel Gold und Silber nehmen, wie viel er kann. Mann muss aber rechtzeitig zurückkehren, weil die Eingänge mit dem letzten Klang der Glocken schließen. Wer schafft nicht, den Untergrund zu verlassen, muss dort bis zum nächsten Karsamstag bleiben.